Regionen, Gebiete und Orte

#1 von Mike , 17.11.2015 19:31

Dieses Thema soll im Laufe der Zeit die gesamte Hintergrundgeschichte des Herzogtums Prinzenburg enthüllen Dazu werde ich den ersten Punkt "Allgemeines" immer wieder mit Informationen erweitern, da er sonst im Vorfeld zu viel über die noch folgenden Informationen über die Regionen, Gebiete und Orte des Herzogtums verraten würde. Die dargestellte Karte wird ebenfalls nach und nach die vorgestellten Regionen und Orte enthüllen. Immer, wenn eine neue Region oder Stadt von mir vorgestellt wird, enthülle ich die Karte um den jeweils vorgestellten Bereich.



Allgemeine Informationen

Geografische Lage und politische Situation

Das Herzogtum Prinzenburg grenzt im Westen an das Herzogtum Falkenburg, im Osten und Süden an das Königreich Branur und im Norden an das Abendmeer. Zur Zeit wird Prinzenburg von Herzog Fredobar von Wallen regiert, der seinen Sitz in der Hauptstadt des Herzogtums hat.

Seit dem gemeinsamen Sieg im Plündererkrieg, der von Mai 288 v. K. K. bis Jänner 287 v. K. K. andauerte, hegen das Herzogtum Prinzenburg sowie das Königreich Branur eine enge freundschaftliche Beziehung (siehe dazu: Geschichte der Stadt Igelburg). Diese Beziehung wird vor allem durch den regen Handel mit diversen Gütern wie Holz und Kohle aus dem Königswald Prinzenburgs oder Stoffen und Gewürzen aus Branur geprägt.


Regionale Einteilung

In Prinzenburg liegen drei Städte, die da wären: Die im ganzen Kaiserreich bekannte Haupt- und Hafenstadt Prinzenburg an der nördlichsten Küste Prinzenburgs, die Bergbaustadt Kelbenberg am Fuße des erloschenen Vulkan gleichen Namens und die Stadt Igelburg im Süden des Herzogtums.

Prinzenburg wird weiters in fünf Regionen eingeteilt, die sich besonders in Flora und Fauna sowie weiteren Eigenschaften voneinander unterscheiden. Diese Regionen sind der Königswald im Westen; das an den Wald grenzende Erl; die inmitten des Herzogtums liegenden Krähensümpfe; die flachen Weiten der Violaweiden im Osten; sowie das Kermengebirge, welches sich vom Westen bis über die Grenzen des Ostens des Landes hinaus erstreckt und dessen Ausläufe sogar in den Norden reichen.

Neben den erwähnten Städten liegen noch einige kleine Dörfer in den fünf Regionen Prinzenburgs, von denen vor allem Eichbach im Königswald; Gabelsbrunn in Erl; und Kermen, gelegen inmitten der Felsen des Kermengebirges, nicht unerwähnt bleiben dürfen.


Geschichte

Im Laufe der Geschichtsschreibung Prinzenburgs kam es zu mehreren bedeutenden Ereignissen, welche unmittelbar das gesamte Herzogtum betrafen. Diese werden hier angeführt. Betrifft ein geschichtliches Ereignis lediglich eine Stadt oder eine Region, wird dieses Ereignis im jeweiligen Kapitel der Stadt bzw. der Region erwähnt.


Das Drei-Städte-Bündnis
Im Jahr 695 n. K. K. begann in den drei Städten eine schreckliche Serie von Entführungen durch zunächst unbekannte Machenschaften. Später konnte als Urheber des Grauens eine Organisation ausgeforscht werden, die sich selbst als “Der Rote Mond” bezeichnete. Schnell wurde klar, dass es sich bei den entführten Personen jedes mal um Ehepaare handelte - der Grund dafür ist bis heute jedoch nicht bekannt. “Der Rote Mond” ging bei den Entführungen derart schnell und gnadenlos vor, dass diese Problematik scheinbar nicht gelöst werden konnte.

Im Zuge einer Sitzung des Ältestenrates Prinzenburg’s im November 695 n. K. K., welchen der Herzog anlässlich der ungeklärten Entführungen in den drei Städten einberufen hatte, wurde schließlich der Gründung einer städteübergreifenden Sondereinheit von Ermittlern stattgegeben, um den Entführungen endlich Herr zu werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Sondereinheit begann ihre Arbeit im Jänner 696 n. K. K. und beschäftigte sich intensiv mit der Enführungsproblematik, bis im März 696 n. K. K. “Der Rote Mond” als urhebende Organisation ausgeforscht werden konnte. Wenig später, im April 696 n. K. K., konnte “Der Rote Mond” schließlich zerschlagen werden. Seinen Sitz hatte “Der Rote Mond” an einem Ort, der von niemandem als Möglich betrachtet wurde: An den nördlichen Hängen des Kelbenberges, verborgen von sämtlichen Blicken, hatten die Jünger des Roten Mondes einen Turm errichtet.

Die erfolgreiche Zerschlagung des “Roten Mondes” war letztlich Anlass für die Schließung des sogenannten “Drei-Städte-Bündnisses” zwischen Prinzenburg, Igelburg und Kelbenberg im Juni des Jahres 696 n. K. K. Um das Bündnis zu besiegeln wurden drei Eier aus purem Gold gefertigt, welche seither auf die drei Städte aufgeteilt an gut und streng bewachten Orten in Prinzenburg, Igelburg und Kelbenberg aufbewahrt werden.

Bis heute wird gemunkelt, dass “Der Rote Mond” noch im Untergrund existiert und seine Wiederauferstehung vorbereitet.

[Diese Informationen werden nach und nach ergänzt!]



Karte


[Die Karte wird im Laufe der nächsten Zeit nach und nach weiter enthüllt!]



Städte

Igelburg


Farbe der Stadt: Grün
Wappen: Stilisierter weißer Igel auf grünem Grund
Stadtwache: Grüne Rüstungen; Hauptmann als Anführer, direkt dem Bürgermeister unterstellt;

Wichtigste Gebäude in der Stadt:
  • Taverne “Zum weißen Igel”
  • Gebäude der Stadtwache (Wachhaus mit Gefängnis)
  • “Gold Casino”
  • Rathaus
  • Stadttheater
Geschichte der Stadt Igelburg:
Vor über 1000 Jahren, im Jahre 292 v. K. K., war die heutige Stadt Igelburg nicht mehr als ein kleines Dorf im Süden des Herzogtums Prinzenburg, welches den Namen „Höfen“ trug. Dies änderte sich jedoch, als im Oktober 292 v. K. K. ein Plünderervolk aus dem Süden binnen weniger Wochen völlig überraschend und mit brachialer Gewalt die Erzminen des im Süden angrenzenden Königreichs Branur eroberte, wodurch dem Königreich vorübergehend die damals überlebenswichtige Erzzufuhr abgeschnitten wurde. Mehrere darauf folgende Versuche des Königs, mit seinen zahlenmäßig jedoch klar unterlegenen Truppen, die Minen zurück zu erobern, scheiterten. Dies lag teilweise auch am strategischen Vorteil des Höhlensystems im Kampf gegen eine Armee in voller Rüstung und die Plünderer konnten in weiterer Folge das gesamte Erzgebirge Branurs erobern, dauerhaft belagern und besiedeln. Branur spezialisierte sich daher im Laufe der folgenden Jahre auch auf die Produktion von Stoffen und begann den Handel mit Gewürzen aller Art. Der Plündererhäuptling nannte sich bald „König unter den Bergen“; doch damit nicht genug, denn dem Häuptling gierte es nach den reichen Erzvorkommen des Kermengebirges, weshalb er begann, eine Eroberung des militärisch besser aufgestellten Herzogtums Prinzenburg vorzubereiten.

Diese Gefahr aus dem Süden erkannte ein kluger, redegewandter Bauernsohn aus Höfen, der den Namen Timbur Igel trug. Timbur warnte die Dorfbewohner vor dem drohenden Unheil für das Herzogtum Prinzenburg und überzeugte den Bürgermeister, dass eine Befestigung des Dorfes von Nöten sei.

In den darauffolgenden zwei Jahren wuchs das Dorf unter den Anstrengungen der Bevölkerung des gesamten Herzogtums - dafür hatten Timbur und der Bürgermeister von Höfen gesorgt - zu einer beeindruckenden Festung an. Auch der Herzog und seine Berater erkannten die von Timbur geschilderte Gefahr und die Anzahl der herzoglichen Soldaten wurde aufgestockt sowie ein Trainingslager samt Außenstützpunkt für die Armee im Grenzgebiet Erl errichtet (siehe dazu: Geschichte der Region Erl). Timbur selbst unterzog sich ebenfalls der harten Ausbildung als Soldat im Trainingslager und übernahm schließlich als talentierter Hauptmann die neu gegründete Wacheinheit von Höfen – woraus später die heute bekannte und noch immer verwendete Igelburger Stadtwache wurde. Doch damit nicht genug, denn in den folgenden Monaten half der junge Hauptmann in jeder freien Minute der übrigen Bevölkerung unermüdlich beim Befestigen des Dorfes. Sein dadurch gewachsener Bekanntheitsgrad sowie auch sein überall bekannter, messerscharfer Intellekt hatten Timbur Igel in dieser Zeit zu einem Mann mit viel Einfluss im Herzogtum gemacht, weshalb er vom Herzog persönlich als Korrespondent zwischen Prinzenburg und Branur eingesetzt wurde. Während die Befestigung von Höfen und Ausbildung der Soldaten entschlossen voranschritt, nahm Hauptmann Igel mehrmals an Sitzungen des Ältestenrates im Königreich Branur teil. Durch den entscheidenden, in die Geschichtsbücher Branurs und Prinzenburgs eingegangenen, “Igelappell” im Mai des Jahres 289 v. K. K., konnte Timbur den König von Branur sowie dessen Ältestenrat von einer Strategie zur Zerschlagung des Plünderervolkes und der daraus resultierenden Befreiung des Erzgebirges und dessen Umgebung überzeugen.

In der darauffolgenden Zeit, so hatte es Timbur mit ihm vereinbart, griff der König von Branur die Plünderer, nach beinahe einem ganzen Jahr der Untätigkeit, in unregelmäßigen Abständen mit einigen Truppenverbänden an; hauptsächlich, um diese von den Vorgängen im benachbarten Herzogtum abzulenken, denn seit einigen Wochen konnten vereinzelt Späher des Häuptlings im Herzogtum gesichtet werden, was Timbur zu dem Schluss kommen ließ, dass ein Einmarsch der Plünderer unmittelbar bevorstehen könnte. Bei den Angriffen Branurs kam es zu keinen großen Verlusten auf beiden Seiten, da der König seine Truppen immer recht schnell wieder von den einzelnen Kampfschauplätzen abzog, nur um sie wenig später wieder an anderer Stelle antreten zu lassen. Diese Taktik verhalf den Prinzenburgern noch fast zu einem halben Jahr Vorbereitungszeit, und im November des Jahres 289 v. K. K. war die Festung, die einst das kleine Dorf Höfen gewesen war und nun die Ausmaße einer Stadt angenommen hatte, fertig gestellt. Zwei mächtige Verteidigungsringe aus hohen, dicken Steinwällen umgaben die in ihrer Mitte liegende Burg, die, nach ihrem Initiator, Igelburg benannt wurde. Die Ausbildung eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung des Herzogtums zu Soldaten hatte außerdem dazu geführt, dass die Armee des Herzogs in ihrer Stärke verdoppelt werden konnte. Doch selbst damit nicht genug: Der steigende Bedarf an Waffen und Rüstungen hatte zur Folge, dass die Bergbaustadt Kelbenberg, gelegen im westlichen Teil des Kermengebirges, einen wirtschaftlichen Aufschwung und enormen Bevölkerungszuwachs erlebte, da das Eisenerz aus den Minen des Kelbenberges unerlässlich für die Waffen- und Rüstungsproduktion wurde (siehe dazu: Geschichte der Bergbaustadt Kelbenberg [Folgt!]).

Nach der Fertigstellung der Igelburg zogen sich die Truppen des Königs von Branur wieder von den Kämpfen im Erzgebirge zurück, um den Häuptling der Plünderer in Sicherheit zu wiegen - Branur sammelte von nun an seine Truppen und formierte sämtliche Soldaten zu einer einzigen Streitmacht, um auf das wenig später Folgende vorbereitet zu sein, denn im Mai 288 v. K. K. begann letztendlich der bereits erwartete Ansturm auf das Herzogtum Prinzenburg - der acht Monate andauernde Plündererkrieg hatte begonnen.

Der Häuptling konnte, in den seit der Eroberung der Erzmienen vergangenen Jahren und Monaten, seine Armee ebenfalls um eine bedeutende Fraktion erweitern, denn Seite an Seite mit seinen erbarmungslosen Kriegern zogen Höhlentrolle aus den unbekannten Schlupfwinkeln der Erzminen Branurs in den Kampf. Dem Häuptling war es gelungen, dieses Geheimnis bis zum Beginn des Ansturmes erfolgreich hüten, weshalb besonders die ersten drei Monate des Krieges das Heer der Prinzenburger stark schwächte. Doch die Taktik Timburs ging schließlich auf, denn die Plünderer mussten an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen: Im Norden hinderten die Prinzenburger, dank der mächtigen Festung die sie erbaut hatten, die Plünderer daran, weiter ins Herzogtum einzudringen, während im Süden der König von Branur mit seiner Armee den Angriff auf das Erzgebirge begann. Dort hatte der Plündererhäuptling lediglich eine kleine Anzahl an Kriegern zur Verteidigung zurückgelassen, nachdem er sich aufgrund der ausgebliebenen Angriffe Branurs in törichter Sorglosigkeit wähnte. Diese Torheit des Plündererhäuptlings ermöglichte den Branurern schließlich die Zurückeroberung des Erzgebirges und der Minen. Doch auch die Heere Prinzenburgs drangen nach Aufbietung aller Kräfte, unter der Führung von Hauptmann Igel, weit in die gegnerischen Verbände vor und trieben das inzwischen stark dezimierte Heer aus Plünderern und Höhlentrollen zurück. Die Höhlentrolle flohen noch vor den ersten Schneefällen des zur neige gehenden Jahres in sämtliche Felsspalten und Erdlöcher, die sie finden konnten, als ihnen die scheinbare Aussichtslosigkeit ihrer Lage bewusst wurde; und tatsächlich: In einer gigantischen Zange aus zwei Fronten, bestehend aus den Heeren Prinzenburgs im Norden und dem Heer Branurs im Süden, gelang es, kurz nach der Jahreswende, im Jänner 287 v. K. K., die Plünderer endgültig zu überwältigen und den Häuptling zu einer Kapitulation zu zwingen - der Krieg war gewonnen.

Die wenigen Plünderer, die nicht gefallen oder bereits geflohen waren, wurden über die Grenzen Prinzenburgs und Branurs getrieben und wagten es seither nie wieder, einen Fuß über diese zu setzen.

Aufgrund seiner Leistungen um das Wohlergehen des Kaiserreichs wurde das Dorf Höfen, vom Herzog selbst, Timbur Igel zu ehren zur Stadt erhoben und in Igelburg umbenannt - wie es seit der Fertigstellung der Igelburg ohnehin von den meisten Bewohnern Prinzenburgs genannt wurde. Aufgrund ihrer Größe und Einwohnerzahl, sowie ihrer günstigen Lage wurde Igelburg ein Jahr später, im Jänner 286 v. K. K., die erste Hauptstadt des Herzogtums, zu derer Einweihung sogar der damals amtierende Kaiser des Reiches anreiste. Timbur Igel verzichtete auf viele hochbekleidete Posten, die ihm nach dem Sieg über die Plünderer angeboten wurden, und blieb bis zu seinem 60. Lebensjahr der erste Hauptmann der nach der Stadterhebung gegründeten Stadtwache von Igelburg.

Bis zum Jahr 285 n. K. K. blieb Igelburg die Hauptstadt Prinzenburgs, bis die Hafenstadt Prinzenburg an der nördlichsten Küste des Herzogtums diese Stelle einnahm (siehe dazu: Geschichte der Hauptstadt Prinzenburg [Folgt!]).

Seit dem Juni des Jahres 696 n. K. K. befindet sich Igelburg gemeinsam mit den Städten Kelbenberg und Prinzenburg im “Drei Städte Bündnis”, welches nach der Zerschlagung des “Roten Mondes” geschlossen wurde.

Heute stellt Igelburg die wichtigste Zwischenstation für Reisende von der Hauptstadt Prinzenburg nach Falkenburg dar und bietet neben den kulinarischen Köstlichkeiten der, über die Grenzen des Herzogtums hinaus bekannten, Taverne „Zum weißen Igel“ auch das berühmte „Gold Casino“ oder das Igelburger Stadttheater, in welchem das weltweit hochgelobte Theaterstück „Das Monster hinter dem Vorhang“ im Jahre 599 n. K. K. seine Uraufführung erlebte.

[Hier werden demnächst die Informationen zu den Städten Kelbenberg und Prinzenburg ergänzt!]



Regionen und Gebiete

Königswald

Gestaltung: Braune Felsen, Grasboden, Nadel- und Laubbäume; viele Bäche, Tümpel, Seen, Wasserfälle, klares, hellblaues Wasser; viele Pilze, Pflanzen, etc; ganz leichter, weißer Nebel;

Wichtige Orte im Königswald:
  • Baronie Eichbach
  • Gefangenenlager
  • Grüne Höhle
Geschichte des Königswaldes:
Trotz seines unglaublich hohen Alters wurde der Königswald erst im Juni des Jahres 287 v. K. K. erschlossen und als letzte Region dem Territorialgebiet des Herzogtums, wie es heute bekannt ist, einverleibt. Der Grund dafür liegt darin, dass es erst nach dem Sieg im Plündererkrieg zu Beginn des Jahres 287 v. K. K. möglich war - natürlich aufgrund der im Zuge der Kriegsvorbereitungen drastisch aufgestockten Streitkräfte des Militärs - den alten, gefährlichen Wald zu bändigen, welcher zuvor von unzähligen Waldogern und Spitznasenorks beherrscht wurde. Diese Kreaturen waren im Geäst, welches sie ihr Zuhause nannten, sämtlichen Kriegsherren, welche zuvor versucht hatten, den Wald zu erobern, klar überlegen. Am östlichen Waldrand, direkt an der heutzutage genutzten Handelsstraße, befindet sich ein Mahnmal aus Stein, das an die Gefallenen der gescheiterten Walderoberungen erinnern soll. Initiator hinter der letztlich erfolgreichen Eroberung des Königswaldes war der damalige Feldherr Tork Eichbach, der in der nun gewaltig vergrößerten Armee des Herzogs die Möglichkeit erkannte, das Herrschaftsgebiet Prinzenburgs um eine wichtige Rohstoffquelle zu vergrößern. Nach der geglückten Eroberung des Waldes wurde Tork vom Herzog persönlich in den Adelsstand eines Barons erhoben, erhielt den am südwestlichsten liegenden, dritten Teil des Waldes als Lehen und nannte sich fortan Tork von Eichbach. Er gründete dort die Baronie Eichbach und begann kurze Zeit später mit dem Bau einer Burg, die auch heute noch umgangssprachlich “Eiche” genannt wird. Etwas abseits der Burg siedelten sich die Gefolgsleute des Barons an und errichteten das Dorf Eichbach.


Baronie Eichbach
Das Dorf Eichbach ist seit seiner Gründung ein beliebter Durchreiseort für Wanderer aller Art. Seine günstige Lage ermöglicht es, eine Reise zwischen Falkenburg und Igelburg in zwei annähernd gleich lange Etappen zu gliedern, was den in Eichbach etablierten Gastwirten regelmäßig zu ausgebuchten Häusern verhilft.

Ein schwarzer Fleck in der Geschichte der Baronie Eichbach liegt im Jahr 411 n. K. K., als in einer bitterkalten Dezembernacht der Werwolf Fenrir Graurücken ins Dorf einfiel und sechs Kindern im Schlaf die Kehlen aufriss. Erst als die Tochter des Bäckers - die einen leichten Schlaf hatte und durch den Einbruch Fenrirs erwachte - durch ihre panischen Schreie ihren Vater alarmierte, konnte der Werwolf vertrieben werden. Nur mit einem Nudelholz bewaffnet gelang es dem bärenstarken Mann den Werwolf, der sich gerade über seine Tochter hermachen wollte, derartig zu verprügeln, dass er heulend und jaulend das Weite suchte. Das entsetzliche Grauen, das Fenrir angerichtet hatte, wurde den Dorfbewohnern umgehend bewusst, denn das Heulen des Werwolfes weckte sämtliche von ihnen und ließ sie ihre toten Kinder in ihren Gemächern entdecken. Noch in der gleichen Nacht zogen die vor Zorn und Trauer gebeutelten Dörfler, mit Fackeln, Äxten, Mistgabeln und Knüppeln bewaffnet, los um Fenrir Graurücken zu suchen und für seine Taten büßen zu lassen. Sie fanden ihn, nach intensiver Suche, auf einer gewaltigen Tanne hockend. Mit rot glühenden Augen starrte er, das Maul und Fell blutverschmiert, zu den Dorfbewohnern herab und begann sie zu beschimpfen und zu verfluchen. Die Dörfler steckten die Tanne in Brand und bald hatte der Werwolf keinen anderen Ausweg mehr und stürzte sich direkt in die Mistgabeln der zornigen Dörfler. Doch er überlebte den Sprung schwer verletzt und wurde von den Vätern der getöteten Kinder auf den Dorfplatz geschleift, wo sogleich ein Scheiterhaufen vorbereitet wurde. Der Werwolf Fenrir Graurücken wurde kurze Zeit später vor den Augen aller Dorfbewohner bei lebendigem Leibe verbrannt und seine Überreste wurden in den Eichbach gestreut.
Bereits am nächsten Tag erfuhren die Dorfbewohner, dass der Werwolf, der so viel Leid und Verderben über Eichbach gebracht hatte, nur wenige Tage zuvor aus dem Gefängnis von Igelburg ausgebrochen war, nachdem er auch dort ein Blutbad angerichtet hatte.

Nach diesem Ereignis, von welchem auch heute noch eine am Friedhof erbaute Gedenkstätte zeugt, wurden die hölzernen Schutzwälle, die das Dorf umgaben, durch Wälle aus Stein ersetzt und Tag und Nacht mit Wachmännern besetzt.


Gefangenenlager
Das Gefangenenlager im Königswald wurde im Jahr 698 fertiggestellt und wenig später wurde der erste Gefangene ins Lager überstellt. Es wurde gebaut, da nach der Schließung des Drei-Städte-Bundes und dem Schmieden der Drei Goldenen Eier die Kriminalitätsrate im Herzogtum drastisch anstieg und die Gefängnisse keinen Platz mehr boten. Das Gefangenenlager liefert Brennholz, Schnittholz sowie Steinkohle und wird in verschiedene Bereiche eingeteilt.

Die Lageraufsicht haben drei ehemalige Militärs aus den drei Großstädten:
  • Hauptmann Geras Klaue (Oberster Befehlshaber im Gefangenenlager), ehemaliger Hauptmann der Stadtwache in Prinzenburg, Rüstung: Rot mit goldenen Verzierungen
  • Kommandantin Rhea Fang (Aufsicht über die Wachmannschaft der Holzfäller), ehemalige Kommandantin in der Stadtwache in Igelburg, Rüstung: Grün
  • Kommandant Ares Horn (Aufsicht über die Wachmannschaft der Minenarbeiter), ehemaliger Kommandant in der Stadtwache in Kelbenberg, Rüstung: Schwarz

Grüne Höhle
Einer der beeindruckendsten Orte im gesamten Herzogtum - da sind sich alle einig, die sie bereits bewundern durften - ist die Grüne Höhle. Ihren Namen verdankt dieses einzigartige Höhlensystem dem Umstand, dass trotz der Absenz von Sonnenlicht Pflanzen aller Art wachsen und gedeihen können. Grund dafür sind, so die geltende Meinung der Forscher welche die Höhle bisher untersucht haben, die grün schimmernden Kristalle, welche am feuchten Boden der Höhle wachsen und die winzigen Samen der Pflanzen, welche vom Regen in die Höhle gespült werden, zum Sprießen bringen. Da beide Ein- bzw. Ausgänge des faszinierenden Höhlensystems sehr gut im Unterholz des Königswaldes versteckt liegen, konnten bisher nur wenige die Wunder der Höhle selbst entdecken. Aufgrund der vielen verwinkelten Gänge und Abzweigungen ist es bisher nicht gelungen, die Gesamtausmaße der Grünen Höhle zu vermessen und sie komplett zu erforschen. So manch übereifriger Entdecker ging bereits bei dem Versuch, dem Höhlensystem seine Geheimnisse zu entlocken, verloren und ward seither nie wieder gesehen. Auslöser für die eine oder andere Expedition war vermutlich die Munkelei, dass in einer geheimen Kammer in den Tiefen des Höhlensystems ein gewaltiger Schatz verborgen liegen soll.


Erl

Gestaltung: Keine hohen Felswände, nur niedrige Felsstufen und einzelne braune Felsen; Wenig Bäume, nur noch Laubbäume und hin und wieder ein vereinzelter Nadelbaum, viele kleine Pflanzen und Gras, hohe Wiesen; Viele kleine Bäche und Tümpel mit klarem, hellblauem Wasser; Weißer, ganz leichter Nebel;

Wichtige Orte in Erl:
  • Trainingsgelände des Militärs
  • Dorf Gabelsbrunn
Geschichte der Region Erl:
Auch heute noch, über tausend Jahre nach der Einverleibung des Königswaldes in das Herrschaftsgebiet des Herzogtums Prinzenburg (siehe dazu: Geschichte des Königswaldes), wird der Landstrich, der den westlich liegenden Königswald vom östlich liegenden Rest des Herzogtums trennt, von den Einwohnern Prinzenburgs umgangssprachlich Grenzland genannt. Dass das Erlgebiet einmal eine Grenze darstellte, davon zeugen heute nur noch die moosbewachsenen Ruinen der alten Grenzmauer an seiner Westseite, die einst zum Schutz vor den gefährlichen Monstern und Kreaturen im alten Wald erbaut wurde.

Der durch das Erlgebiet fließende Gabelbach, welcher Grundlage für die Namensgebung des Gabelsees und des Dorfes Gabelsbrunn ist, wurde vom ersten Herzog Prinzenburgs persönlich benannt. Dieser sah in den drei Ursprungsquellen des Baches, welche im Kermengebirge nicht unweit der Bergbaustadt Kelbenberg entspringen und schließlich in den Gabelbach selbst münden, große Ähnlichkeit mit den Zinken einer Heugabel, weshalb er dem Bach seinen heute bekannten Namen gab.


Trainingsgelände des Militärs
Seit der Aufrüstung des Militärs als Vorbereitung auf den Plündererkrieg, welcher von Mai 288 bis Jänner 287 v. K. K. tobte (siehe dazu: Geschichte der Stadt Igelburg), trainieren die herzoglichen Soldaten im dort eigens errichteten Trainingslager nach Absolvierung ihrer Grundausbildung in der Hauptstadt. Außerdem hält sich im dortigen Außenstützpunkt zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Reserveheer in Bereitschaft, welches im Fall der Fälle binnen dreißig Minuten in voller Adjustierung abmarschbereit ist.


Dorf Gabelsbrunn
Die Gegend, in der heute das Dorf Gabelsbrunn liegt, wurde erst nach dem Sieg über die Plünderer besiedelt. Alles begann mit einigen Hütten und einer Bierschenke am, vom Gabelbach gespeisten, Gabelsee und endete als das heute bekannte Dorf. Gabelsbrunn ist ein wichtiger Zwischenpunkt für Reisende zwischen Igelburg und Kelbenberg, aber auch für Händler, die von Falkenburg nach Eichbach und weiter nach Kelbenberg oder in umgekehrter Richtung ziehen. Die Betten der kleinen Herberge im Ort sind fast immer restlos belegt und auch die Bierschenke ist nie leer vorzufinden. Nach ihrem Dienst verlassen auch die Soldaten gerne das Trainingslager und besuchen Gabelsbrunn, um in der Schenke das eine oder andere kühle Bier zu genießen und den trainingsreichen Tag entspannt ausklingen zu lassen. Als besondere Attraktion sind oftmals Barden und Musikgruppen in der Schenke zu Gast, die mit ihrer Musik die Gemüter der Gäste erheitern und diese zum Mitschunkeln animieren.


Krähensümpfe

Gestaltung: Fast ausschließlich tote Bäume (auch im Wasser), einige Bäume mit wenigen Blättern; nur brauner Boden mit verschiedenen Hell- und Dunkeltönen; viel schmutziges, dunkles Wasser in Tümpeln, Schilf; viele Pilze, die hauptsächlich giftig sind; schwacher, dunkler Nebel; leichter Regen; braune Felsen;

Wichtige Orte in den Krähensümpfen:
  • Ruine von Schloss Krähenfels
  • Haus des Forschers
Geschichte der Krähensümpfe:
Bis zum Jahr 379 n. K. K. lag, inmitten des Herzogtums Prinzenburg, zwischen den heutigen Großstädten Igelburg und Kelbenberg, die schöne Grafschaft Alven.

Ihr Gebiet bis zu diesem Jahr regierender Amtsträger, Graf Griegur von Krähenfels, pflegte jeden Sonntag mit seinem guten Freund Viktus Malum - dem berühmten Magier aus der Hauptstadt des occischen Kaiserreichs Occadapel, welcher dafür bekannt war, ein äußerst schlechter Verlierer gewesen zu sein - deren Lieblingsbrettspiel “Mensch ärgere Dich nicht” zu spielen. Auch an jenem schicksalhaften Tag, einem regnerischen Sonntag im Frühling des Jahres 379 n. K. K., ging Viktus nach zwei Stunden und elf Minuten aus Partie Nummer 752 gegen Graf Griegur zum siebenhundertzweiundfünfzigsten Mal als der Gewinner hervor. Doch inzwischen war Adalena, die neunjährige Tochter des Grafen, alt genug um das Spiel zu verstehen und forderte Viktus mit den Worten “Ich will auch spielen!” zur letzten “Mensch ärgere Dich nicht”-Partie in der Geschichte der Grafschaft Alven heraus. Nach nur acht Minuten war die Partie entschieden und alle roten Holzmännchen von Adalena hatten das Ziel erreicht, während Viktus lediglich eines seiner gelben Holzmännchen sicher nach Hause gebracht hatte. Nach über vierzehn Jahren hatte er zum ersten Mal wieder ein Spiel verloren!

Ihm stand die Zornesröte im Gesicht, als er fluchend davonrauschte und seine Wut in einen mächtigen Zauber fließen ließ, der die gesamte Grafschaft binnen weniger Stunden in ein ewiges Sumpfgebiet verwandelte, in dem es seit damals nicht mehr aufgehört hat zu regnen. Die Grafschaft war verloren. Ihre Bewohner verließen innerhalb weniger Tage das gesamte Gebiet und die Hütten und Häuser sowie Schloss Krähenfels selbst wurden im Lauf der seither vergangenen Jahrhunderte durch den Zahn der Zeit zu trostlosen Ruinen. Natürlich versuchte man mehrmals, die Region durch Magie und auch durch konventionelle Mittel wieder trocken zu legen und bewohnbar zu machen, doch diese Vorhaben misslangen jedes mal.

Viktus Malum kehrte dem Kaiserreich Kunos noch am gleichen Tag den Rücken und wurde der oberste Magier am Hof des Schahs von Sarabäa. Die Tatsache, dass Viktus eine gesamte Grafschaft in einen Sumpf verwandelt hatte, spielte bei der Entscheidung des Schahs - den davon hatte dieser natürlich gehört und war sichtlich beeindruckt - keine ganz unerhebliche Rolle.

Heute ist die einst so schöne Grafschaft nur noch unter dem Namen Krähensümpfe, als Anlehnung an die einst regierende Familie Von Krähenfels, bekannt. Der giftige Nebel macht es für die meisten Lebewesen unmöglich, die Region zu bewohnen und die Sümpfe können von Menschen nur mit der nötigen Schutzausrüstung betreten werden.


Ruine von Schloss Krähenfels
Die alten Steinmauern des einst so schönen Schlosses Krähenfels stehen, zerfressen vom Zahn der Zeit und verfallen durch die Witterung, trostlos auf einer kleinen Anhöhe, welche früher über eine massive Zugbrücke erreicht werden konnte.


Haus des Forschers
Seit einigen Jahren soll ein Forscher in dieser lebensfeindliche Region leben, der die Auswirkungen des mächtigen Zaubers von Viktus Malum auf die Tier- und Pflanzenwelt untersucht. Wo genau sein Haus liegt ist nicht bekannt.

[Hier werden demnächst die Informationen zu den Regionen Violaweiden und Kermengebirge ergänzt!]


Ich hoffe die hier präsentierten Hintergrundinformationen sind halbwegs plausibel und interessant für euch! Für Kommentare und Kritik bin ich immer offen!

LG Mike


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zuletzt bearbeitet 05.10.2016 | Top

RE: Regionen, Gebiete und Orte

#2 von BadErich , 19.11.2015 22:20

Hui! Ich freu mich aufs Theater! Ist da etwa ein Phantom unterwegs? : D
Zum kritisieren fällt mir grad nichts ein, erscheint alles soweit plausibel.
(Ich habs aber auch grad nur überflogen und schaus mir demnächst noch mal genauer an ; D)


https://www.tumblr.com/blog/weltenbaugezeichne

 
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RE: Regionen, Gebiete und Orte

#3 von Mike , 04.10.2016 18:44

Ob man die Stadt Igelburg selbst jemals betreten und erkunden wird, steht bisher noch nicht fest. Klar ist bisher, dass Igelburg im Vorspann in einer kurzen Zwischensequenz gezeigt wird. Ähnlich sieht es übrigens auch mit den Städten Kelbenberg und Prinzenburg aus. Beide Städte werden bislang nur im Rahmen folgender Handlungspunkte, welche von mir bereits im "Lebenszeichen!"-Thema angesprochen wurden, gezeigt: Kelbenberg beim Ausbruch aus dem Waisenheim; Prinzenburg beim Versuch, das Goldene Ei zu stehlen.

Edit:
Informationen zum Gebiet Erl im Startbeitrag ergänzt :)

Edit:
Informationen zu den Gebieten Königswald und Krähensümpfe ergänzt :)

LG Mike

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