|[ DISKUSSION ]| Die Religionen der Welt

#1 von relxi , 11.01.2015 03:39

Die Geschichte der Welt und die Existenz der Götter mögen zwar festgelegt sein - doch Auslegungen oder gar blankes Unwissen oder Zusatzglaube an (noch?) Unerwiesenes existieren in jeder Kultur zu einem bestimmten Punkt. Wir kennen von Falkenburg zum Beispiel das klassische Prinzip von Pfarrern/Priestern und Leichenbestattung auf Friedhöfen und in Särgen, etc.

Doch was gibt es noch für Glaubensvorstellungen und Variationen? Haben eure Regionen bestimmte Eigenarten oder gar Kulte, welche die Welt durch ihre eigene Brille rosarot/himmelblau/kiffergrün sehen? Habt ihr statt Priestern beispielsweise Schamanen, die mit Geistern kommunizieren und Göttern sogar eher eine Nebenrolle geben? Oder habt ihr gar Atheisten eingeplant, welche komplexe Hypothesen entwickelt haben, mit denen sie die Götter selbst gar als einfache Theorien dahinstellen können? Dieser Thread soll euch die Chance geben, euren Gedanken freien Lauf zu lassen und hoffentlich auch andere Weltenbauer zu inspirieren.


 
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#2 von Masgan , 11.01.2015 03:50

Also in UiD gabs ja schon mal den Globus, welcher von Dankwart ja (afaik) auch als Ketzerei bezeichnet wurde. Gibt es diesbezüglich schon Hintergrundinfos? Wenn ich mich richtig erinnere, dann kam er aus Sarabäa, oder?

Bzgl. VdE:

Für Vde habe ich fest eingeplant, eine Sekte, einen Kult oder etwas ähnliches in die Story einzubauen. Ich weiß noch nicht genau, in welche Richtung sich ihr Glauben bzw. ihr Weltbild richten wird, da der Punkt der Story noch in recht weiter Ferne liegt, aber in diese Richtung soll es in VdE schon gehen.


Mal eine Frage zu den Religionen, die ich vorhin auch im Atlas Thread gestellt habe, sind den Göttern neben den Artefakten eigentlich auch Elemente zugeordnet? Oder gibt es diesbezüglich ansonsten schon Zuordnungsmöglichkeiten?


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#3 von relxi , 11.01.2015 03:58

Was wir über Elemente soweit wissen:
- Es gibt drei Grundtypen, von welchen die elementaren Falkenburger Magieschulen ausgehen: Feuer, Eis und Blitz.
- Diese Grundtypen sind soweit keiner Gottheit zugeordnet.
- Weiße Magie, grüne Magie und schwarze Magie dagegen sind den drei jetzt dominierenden Gottheiten zugeordnet.

Das heißt, der Weg zur Unterteilung und Zuordnung der Magie steht uns frei.


 
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#4 von Masgan , 11.01.2015 04:22

Alles klar. Ich hätte diesbezüglich jetzt schonmal eine Idee.

Da weiße, grüne und schwarze Magie auch den drei Gottheiten zugeordnet sind, könnte man doch davon ausgehen, dass Feuer, Eis und Blitz ebenfalls Gottheiten zugeordnet waren. Diese wurden allerdings im Laufe der vergessen (oder bewusst aus dem Gedächtnis der Menschen verdrängt?), und nur noch wenige Personen/Gruppen sind sich ihrer Existenz bewusst bzw. haben die Vermutung, dass auch in diesen Bereichen Götter existieren.

Diese Idee müsste natürlich noch ausgebaut (und besser ausformuliert) werden, aber ich denke, dass sich darauf durchaus aufbauen lässt. Sollte diese Idee Anklang finden, würde ich mir zumindest mal über den Eisgott Gedanken machen, da sich diese Thematik möglicherweise auch ganz gut in VdE einbringen ließe. Allerdings würde mich vorher erst mal interessieren, was ihr davon haltet.


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#5 von relxi , 11.01.2015 04:49

Für mich persönlich gibt es keinerlei Einwände gegen die Idee, bestehenden Göttern die drei Zaubersorten zuzuordnen oder gar neue Götter dazuzuerfinden. Wobei ich sagen muss: Die drei Zaubersorten könnten ja nur Unterteilungen von anderen sein? Vielleicht gehören Feuer und Blitz ja gemeinsam zu, sagen wir mal, Energiezaubern an, oder Feuer und Eis zu Temperaturzaubern? Dann wären nämlich die drei Kategorien "unwichtig" genug, um Göttern zugeordnet zu sein. Aber das soll jetzt keine Limitierung an euren Spielraum von mir sein. Es ist nur eine Überlegung, die man gut umschiffen kann, wenn man die Ideen hat.

Aber allein deswegen, weil man sie in zu viele Richtungen ausbauen kann, als dass ich jetzt abschätzen könnte, ob dein Vorschlag eher gut oder eher schlecht werden würde. Daher freue ich mich, wenn du an dem Gedanken weiterarbeitest und dann auch den Eisgott vorstellen würdest. Das wäre für mich nämlich eine Idee, die groß genug ist, um eingeschätzt werden zu können. :)


 
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#6 von BadErich , 11.01.2015 23:01

Eine Frage: Ich habe ja Treants eingeführt (ich bastle grade sogar Charsets höhö)... wie würden die da reinpassen?
Ich hätte jetzt gesagt sie haben als Naturwesen Ursprung in der grünen Magie des "neutralen" Gottes. Sie verhalten sich auch sehr neutral ihrer Umwelt gegenüber sie kennen weder Hass noch Gier.
Sie sind ja auch praktisch die Umwelt wenn man so will. Hyperion (der Riesentreant) könnte auch ein Halbgott sein oder?


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#7 von Masgan , 11.01.2015 23:14

Also von meiner Seite gäbe es da keine Einwände. So ein Riesentreant als Halbgott würde sogar Sinn machen, irgendwie kam er in berührung mit einem der Artefakte und ist so "mutiert". Und von der Götter ist die Existenz eines solchen Halbgotts nicht so bedrohlich, da sie ja von Natur aus uninteressiert an Macht oder ähnlichem sind.


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#8 von relxi , 11.01.2015 23:36

Masgan hat es perfekt begründet. :)
Wie der Treant genau entstanden ist, kann sogar zwei Gründe haben: Entweder Mutation (er war also ein anderes Lebewesen) oder er war ein Treantsetzling, der von Druiden oder Allgegenwartsgottverehrern zum Artefakt gebracht wurde.


 
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#9 von Mike , 12.01.2015 10:56

Ich frage mich nach wie vor, ob der dritte Gott, also der Gott in der Sphäre der Menschen, nicht nur "symbolischen" Charakter hat, da er in jedem Lebewesen steckt und ihm seinen freien Lauf lässt. Denn der Gott in der "oberen Sphäre", also der "Gütige Vater", verhindert regelmäßig das Eindringen des dunklen Gottes in die Sphäre der Menschen. Kann man daher davon ausgehen, dass auch der Gütige Vater nicht zugelassen hat, dass Grandy und Libra von Wahnfried mithilfe einer Zeitreise aus der "Geschichte" entfernt wurden? Denn auf diese Weise wurde das Eindringen des Dunklen Gottes in die Sphäre der Menschen verhindert.

Die Idee mit den weiteren Göttern finde ich sehr toll. Ich bin der Meinung, dass wir keine zusätzlichen Magien mehr hinzufügen sollten, sondern nur auf die Magie-Formen in UiD aufbauen sollten. Ich weiß, vom Hinzufügen von weiteren Magien hat noch niemand gesprochen, ich wollte es nur hier anbringen ^^ Die Idee, weitere Götter mit Bezug auf die weiteren Magieformen hinzuzufügen gefällt mir sehr. Das könnten dann tatsächlich Gottheiten sein, die "unter" den drei "großen Göttern" stehen, da es sich bei ihrer Magie um Elementarmagie handelt. Was das angeht, ließen sich dann ohne weitere Probleme weitere Arten von Elementarmagie hinzufügen, zB Windmagie oder Wassermagie. Das heißt die drei größten Formen der Zauberei sind Weiße, Grüne und Schwarze Magie. Dieser "hohen" Magie untergeordnet ist die Sparte der Elementarmagie. Das wäre mal ein Vorschlag von mir.

LG Mike


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#10 von BadErich , 13.01.2015 00:49

Also das der dritte Gott praktisch die Natur darstellt? Er müsste nicht nur Symbolwert haben, er stellt praktisch einen neutralen Gott da.
Ich könnte mir vorstellen das viele Völker die in der Natur leben diesen anbeten. Das könnte jeder Schamanismus sein aber auch organisiert erfolgen der "grüne" Gott hat nur keinen einheitlichen Namen oder eine einheitliche Religion.
Der gütige Vater und der dunkle Gott sind damit außenstehende Kräfte die auf die Welt einwirken, weil sie ein Interesse an Macht haben.
Ihre Diener sehen sie als gut und böse jeweils aus ihrer Richtung betrachtet ( Wahnfried fand vermutlich auch richtig was er tat und sah Grandy als Bösewicht).
Grüne Diener lieben die Existenz als solche und wählen keine Seite einer Medaille. Das ist eigentlich ziemlich cool : D


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#11 von Masgan , 14.01.2015 00:15

Zitat
Denn der Gott in der "oberen Sphäre", also der "Gütige Vater", verhindert regelmäßig das Eindringen des dunklen Gottes in die Sphäre der Menschen. Kann man daher davon ausgehen, dass auch der Gütige Vater nicht zugelassen hat, dass Grandy und Libra von Wahnfried mithilfe einer Zeitreise aus der "Geschichte" entfernt wurden? Denn auf diese Weise wurde das Eindringen des Dunklen Gottes in die Sphäre der Menschen verhindert.


Ziemlich interessante Theorie. Da könnte durchaus was dran sein. Der Endkampf war ja auch in einer (entweihten) Kirche des gütigen Vaters, das könnte man sogar als indirekten Hinweis darauf interpretieren.
Da fällt mir gerade eine Frage ein, gab es in UiD eigentlich eine Antwort darauf, wie genau es möglich sein konnte, dass das Kind von Grandy und Libra überlebt, obwohl sie ja eigentlich ausgelöscht wurden? Ich weiß, dass beide aus diesem Grund weiterleben konnten, aber theoretisch hätte das Kind ja auch einfach verschwinden können, da es ja so gesehen nie geboren wurde, oder hatte Wahnfried eine Möglichkeit, das zu verhindern?
Ich bin mir da gerade echt nicht mehr sicher.
Falls es da keine genaue Antwort drauf gab könnte man das ja ebenfalls so interpretieren, dass der gütige Vater dem Kind das Leben schenkte, um so ein Paradoxon auslzulösen damit Grandy und Libra Wahnfried besiegen und so verhindern können, dass der dunkle Gott in die Sphäre der Menschen eintritt.
Hier wäre es jetzt wirklich mal interessant zu lesen, was Grandy dazu zu sagen hätte.

Was den dritten Gott betrifft würde ich BadErich eigentlich in allen Punkten zustimmen.

Zitat
Grüne Diener lieben die Existenz als solche und wählen keine Seite einer Medaille. Das ist eigentlich ziemlich cool : D


Hat irgendwie ein bisschen was buddhistisches an sich. :D

EDIT:

Zitat
Ich habe ja Treants eingeführt (ich bastle grade sogar Charsets höhö


Sobald die fertig sind würde ich die gerne mal sehen. ^^


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#12 von relxi , 14.01.2015 17:22

Zitat

Da fällt mir gerade eine Frage ein, gab es in UiD eigentlich eine Antwort darauf, wie genau es möglich sein konnte, dass das Kind von Grandy und Libra überlebt, obwohl sie ja eigentlich ausgelöscht wurden? Ich weiß, dass beide aus diesem Grund weiterleben konnten, aber theoretisch hätte das Kind ja auch einfach verschwinden können, da es ja so gesehen nie geboren wurde, oder hatte Wahnfried eine Möglichkeit, das zu verhindern?

Das erklärt der Junzt den beiden. Dass Maltha/Taria eine "Missgeburt" der Zeit ist, ein lebendes Paradox mit reinem Herzen, das zugleich unter einem bösen Stern geboren wurde. Also, der genaue Grund ist nicht direkt erklärt worden, aber herleitend aus den bisherigen Erklärungen, die Grandy uns durch Junzts, Wahnfrieds und Dankwarts Erklärungen gab, ich bin mir sicher, wir können einen aufdecken, wenn wir uns mal eine Stunde daran setzen und überlegen.


 
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#13 von relxi , 08.03.2015 13:17

Zitat
Die sieben Höllen sind vielfältig genug, dass man jede Art von Dämon in mindestens einer von denen verwursten kann. :)
Aus mythologischer Sicht schreibt man dem Dunklen Gott Sieben Höllen und entsprechend sieben Lords/Ladys dieser Höllen zu, welche den Sinn haben, jeden Verstorbenen, der nicht im Segen des Gütigen Vaters stand (praktisch jeder, der zu wenig Gutes getan hat, um seinen Respekt verdient zu haben), aufzunehmen und dort zu knechten, quälen, bestrafen, ins Dunkel zu treiben und ewig zu-
ihr versteht meinen Punkt.
Diese Sieben Höllen liegen in seiner Sphäre - das heißt, sie sind eine unabhängige Welt, die man zwar von der Sterblichenwelt aus mit einem normal wirkenden Übergang erreichen kann (zum Beispiel durch Betreten eines nicht gerade beruhigend wirkenden Höhlenschlundes) und in großem Maße auch die unterirdische Welt des Planeten darstellt, aber als eigenständige Sphäre sich fast rein auf Magie stützt und isoliert vom Einfluss des Gütigen Vaters ist. Das heißt, normalsterbliche Abenteurer haben es dort sehr schwer. Also, sehr schwer.
Wenn man als frisch Verstorbener in die Höllen herabfährt, so wirft der Dunkle Gott einen schnellen Blick auf die Seele des Verstorbenen und schaut, welche der Sieben Höllen die schrecklichste für diese Seele wäre. Es können auch ruhig mehrere Höllen sein, in welche die Seele durchlaufartig gesteckt wird. Warum die Höllen existieren? Um die Seelen durch Qualen so sehr zu zermatschen, dass sie zu perfekten Lakeien werden, die seine Lords/Ladys als Dämonen wiedererwecken können, um so Unheil in den anderen Sphären stiften zu können.
Seelen erhalten in den Sieben Höllen oftmals neue (wahnsinnig schmerzempfindliche) Körper, um Leid auf einer zusätzlichen Ebene durchleben zu können, damit nicht nur die Seele allein gequält wird.

Qualeninferno: Eigentlich das klassischste Bild, was wir von der Hölle haben. Fegefeuer, Magma, gehörnte Dämonen mit Peitschen in den Händen (oder Hufen), und in Eisenkelchen serviertes Blut für die Folterknechte. Hier sind die Dämonen heimisch, die darauf ausgesetzt sind, Lebewesen physisch leiden zu lassen und zu malträtieren.

Grollende Kavernen: Endlose Höhlensysteme so vieler Fassaden, dass nahezu jede einzelne Angst jedes einzelnen beseelten Wesens irgendwie abgedeckt werden kann. Diese Hölle kann man als faule Hölle betrachten - sie bringt ihre Opfer nicht grausam um, sondern lässt sie so wahnsinnig und paranoid werden, dass sie es selbst tun - oder wohl eher, tun wollen. Wenn man nur eine Seele ist und keinen Körper mehr hat, ist Suizid im Wahnsinn doch eher schwierig, zu vollführen. Die Gestalten dieser Hölle sind daher wahnsinnig vielfältig und sehr oft vewirrende Mischwesen oder garstige Schattenkreaturen, wie man sie aus Albtraumgeschichten kennt.

Irrsinnsgarten: Ein gewaltiger unüberblickbarer Garten, gefüllt mit anscheinend vielen Wesen der anderen Sphären, die aber in Wahrheit sehr hinterlistige und fiese Dämonen sind, welche ihre Opfer durch Verwirrung, falscher Sicherheit und Täuschung in die tiefsten Ecken ihrer Paranoia treiben. Auch Killerkanninchen können weiß sein...

Stauböden: Diese Hölle spricht schon eher den Aspekt des Totseins und die toten Gefühle an. Depression, Langeweile, Energielosigkeit, endlose Müdigkeit, ohne einschlafen oder überhaupt endlich sterben zu können. Physische Qualen existieren auch hier - zäh, langsam, nagend, nochmals kraftzerrend. Die Dämonen dieser Hölle sind praktisch "lebende" Tote. Seelen, denen Körper zugewiesen wurden, um neben dem geistigen Leid auch noch eine Verwesung bei lebendigem Leibe mitzuerleben, während die Magien dieser Hölle ihre Seelen zwingen, in den Körpern zu verbleiben.

Das dunkle Meer: Kurzgesagt handelt es sich dabei um ein endloses Meer, welches von pechschwarzer Dunkelheit umhüllt ist. Als wäre es ein unterirdisches Meer, auf welches keine Sonne scheint. Dies ist eine Hölle, die sich recht spät im Laufe des Kampfes zwischen den beiden Göttern entwickelte, nachdem der willensstärkste aller bis jetzt Verstorbenen - der ein Seefahrer war - in den damals noch sechs Höllen hochkämpfte und auf diese Weise zu einem eigenständigen Lord wurde.

Das schwarze Ende: Es ist praktisch ein Nichts. Absolute Stille, absolute Einsamkeit, und nur das stätige Gefühl, zu fallen, während der ganze Körper vom Kitzeln des Luftwiderstandes entnervt wird und Bewusstlosigkeit, weil man natürlich grausam sein möchte, "ausgeschaltet" ist. Die Seelen werden dann einfach sich selbst überlassen, und man schaut ein paar Jahrtausende später nach, was aus ihnen geworden ist. Da kommen manchmal sehr beeindruckende Gestalten zustande, die praktisch aufgequollene und "nach außen gestülpte" Persönlichkeiten der auf diese Weise gefolterten Seelen sind, in welche sich die Seelen im Laufe der gefühlten Jahrtausende auch entwickelten, "flüchteten".

Rozul'dans Kammer: Die wohl mysteriöseste der Höllen, die von Theologen als perfekt quadratische Kammer mit je 2 Schritten Kantenlänge beschrieben wird und eine normalgroße Schatulle mit äußerst robustem Schloss enthält. Dem zusammengepferchten Gequälten sei es überlassen, eine Ewigkeit lang damit zu verbringen, rumzusitzen und wahnsinnig zu werden, oder das Schloss nur eine halbe Ewigkeit lang aufzuschlagen und mit dem Öffnen der Schatulle zumindest einen kleinen Spannungsmoment in der ewigen Existenz zu haben - nur was in der Schatulle drin ist, ist selbst für Theologen keine angenehme Frage...


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RE: |[DISKUSSION ]| Die Religionen der Welt

#14 von relxi , 08.03.2015 13:36

Zitat
Um zu verstehen, warum die Götter überhaupt sind, wie sie sind, bedarf es einer Hintergrundgeschichte, die zwar etwas lang, aber dafür (bis auf deren Hintergrund ) recht abgeschlossen ist.
Viele Theologen sind sich bis auf kleine Details einig, dass man die Geschichte der Götter darauf zurückführen kann, dass der allumfassende Gott die Welt kreierte, indem er für jeden Planeten 12 Wesen reiner Energie schuf und ihnen die Pflicht zur Erstellung des Planeten gab. Da energetische Wesen normalerweise Energien aus ihren Schöpfern ziehen, erstellte der allumfassende Gott für jedes Wesen ein Artefakt, ebenfalls aus reiner Energie (Materie existierte noch nicht), welches selbst Energien erzeugte, die die Weltenschöpfer anzapfen konnten.
Nun organisierten sich die Wesen untereinander und gaben sich selbst je eine gewaltige Aufgabe, an die sie sich auch jeweils anpassten - das Wesen, das sämtliches frühe Leben schuf, war sanft und vorsichtig, während zum Beispiel die Schöpfer von Gebirgen viel Energie auf einen Punkt fokussieren mussten - praktisch Kraft anwenden mussten und damit als stark galten. Das Wesen, das überhaupt das Konzept von Physik und Materie entworfen hat, war entsprechend sehr behelligt im Hinterfragen und Verstehen.
Damit hatte jedes Wesen im Laufe von unzählbaren Jahren eine eigene Persönlichkeit entwickelt, wodurch manche Merkmale von anderen aufschnappten und es leider auch zu Komplikationen untereinander kam. Eines entwickelte Machthunger, Gerissenheit und gleichzeitig eine überhohe Fürsorge, und wollte die gesamte Welt für sich übernehmen. Ein anderes Wesen adaptierte einen kalkulativen Sinn, aber auch zugleich eine Tendenz zum Makaberen und zur Rachsucht. Das Machtwesen nutzte das kalkulative aus und ließ es Aktionen durchführen, die dazu führten, dass die anderen Wesen die Verbindung zu ihren Artefakten verloren und damit Energie vom allumfassenden Gott zogen, was ihm einen schwachen Moment verlieh - diesen nutzen beide Wesen, um eine Art Putsch durchzuführen, die anderen Wesen zu vernichten und dem allumfassenden Gott die Kräfte zu rauben (was dabei aber aus den anderen, nun unbewachten Planeten wurde, sei der Phantasie anderer Weltenbauer überlassen). Damit gewannen die beiden Energiewesen gottgleiche Kräfte, doch der Machthunger des einen Wesens trieb es dazu, das andere zu hintergehen und ihm die Kräfte rauben zu wollen. Was es aber die ganze Zeit nicht bemerkte, war, dass das kalkulative Wesen den Plan schon seit langem durchschaute, sich in der Zeit der Zusammenarbeit mit dem Machtwesen selbst einen Machthunger angewohnte und abwartete, bis der allumfassende Gott schwach war, um nun den anderen Gott zu stellen.
Unsere Situation sind nun zwei Götter, die gegenseitig ein Wettstreben um Macht vollführen, während der dritte Gott einfach da ist, aber wegen seiner friedlichen Art sämtliche Lebens- und Magieformen mit eigener Energie unterstützt.
Der gerissene, fürsorgliche, aber doch macht- und kontrollhungrige Gott ist der, den die Welt als Gütigen Vater betrachtet. Der kalkulative, makabre und rachsüchtige ist der Dunkle Gott, der im Laufe der Jahrmillionen einen endlosen Groll gegen den Gütigen Vater aufbaute und auch selbst einen gewissen Machthunger entwickelte.
Da die anderen 10 Wesen vernichtet waren, blieben viele Bestandteile der Welt unkontrolliert und teilweise unabgeschlossen - damit war hinsichtlich von Lebewesen nun der Weg für Evolution und Recht der Anpassungsfähigeren offen, obwohl davor alle Kreaturen in Harmonie lebten, während die Physik zum Beispiel noch einige Fehler und Unageschlossenheiten aufweist - Lebensformen können auf Mana zurückgreifen, und wir haben damit eine gewisse Grundlage für verwirrende Phänomene, wie zum Beispiel Quantenmechanik (wenn man sie denn in der Welt von UiD als Fakt anerkennen möchte - ich überlasse das mal anderen Weltenbauern).

Die Artefakte selbst spielen eine enorm große Rolle in der Entwicklung der Welt, aber ich kann es kurzfassen.
Da jedes Artefakt eine eigene Energie ausstrahlte, die auf den Zweck ihres Gottes ausgerichtet war, hat jedes Artefakt seit ihrem Verbindungsverlust zu ihrem Hauptwesen einen gewissen Einfluss auf die Welt ausgeübt. Auch wenn der Gütige Vater und der Dunkle Gott jeweils sechs Artefakte an sich gebunden haben (und damit auch neue Merkmale angeeignet hatten), so gibt es wegen dem Fehler in der Physik der Welt ein gewisses Leck bei jedem Artefakt, wodurch magische Energie an die Welt abgegeben wird und so Regionen beeinflusst werden.
Jedes Artefakt befand sich - aus Sorge, dass ein Gott an alle auf einmal herankommt, wenn er sich an sie vorarbeitet - jeweils an einem ganz anderen Ort der Welt. Lebensformen, die dort gewesen sind, haben die Energien für sich bezogen und sich nach ihnen entwickelt. Daher gibt es 12 verschiedene Orte, aus welchen jeweils eine große Rasse mit passenden Tieren herstammen, und sich dann im Laufe von Jahrtausenden auf der Welt ausbreiteten.
Unter Königsberg befindet sich zum Beispiel das Artefakt des Bauens und der Ausdauer, das unter der Kontrolle des Gütigen Vaters steht - es war ursprünglich die Region, aus welcher die Zwerge herkamen, die jedoch Gebirge rentabler als Küstenlinien sehen. Deswegen werden fast alle Gebirgsgebiete um das Herzogtum Falkenburg herum von Zwergen bewohnt, während fernere Gebirgsbereiche eher zwergenfremd sind.

Ich muss anmerken, dass der Hintergrund zu den Göttern und den Artefakten dem Großteil der Weltbevölkerung nicht bekannt ist. Es ist theologisches Studienmaterial, welches selbst Dankwart nur bruchstückweise mitbekam.

Aber nun, um direkter auf deine Fragen einzugehen:

Der Gütige Vater:
Da er im Besitz der folgenden Artefakte ist:
- Handwerk, Bau und Ausdauer (Königsberg, Zwerge)
- Kampf, Stärke und Gunst im Krieg (Rockfall, Orks)
- Bildung, Denken und Philosphie (Occadapel, "Silbrigen")
- Glück, Wille und Überleben (Herz des Kaiserreichs, Menschen)
- Charisma, Perfektion und feine Künste (asiatisch-angehauchtes Land, Elfen)
- Überblick, Gerissenheit und Organisation (mesoamerikaartiges Land, Engel; das Grundartefakt des Gütigen Vaters)
hat er eine entsprechend starke und ausgeprägte Persönlichkeit, die ihn zu einem eigentlich hervorragenden Vater des Planeten macht. Doch durch den Kampf gegen den Dunklen Gott ist er dazu gezwungen, gerissene Taktiken und Wege anzuwenden, die auch darauf hinauslaufen, bestimmte Kriege so zu beeinflussen, dass sie grausam verlaufen, oder indem er bestimmte Rassen aussterben lässt, in denen er Gefahr sieht, dass sie vom Dunklen Gott ausgenutzt werden könnten.
Anhand der Artefakte, die er für sich beansprucht, schlussfolgern Gelehrte sein richtiges Aussehen als überwiegend engelgleich, doch mit Merkmalen der früheren Artefaktbesitzer vor - oftmals mit orkische Hufen, elfische Ohren, gar zwergische Körperbehaarung, menschlicher Größe und die silbergrauer Haut der "Silbrigen" (eine untergrundlebige, eher unbekannte Rasse), und Muskulösität von mehreren Rassen. Doch in dieser Gestalt hat ihn noch keiner gesehen - da er einen möglichst guten Eindruck bei möglichst vielen Rassen hinterlassen möchte, erscheint er anderen in einer Gestalt, in der sie sich ihn - oft unbewusst - wünschen. Ein Mensch würde keinen Gott mit Orkhufen wollen, so wird sich einem Kleriker also ein Gütiger Vater in starker, behütender Gestalt eines kräftigen Mannes zeigen, dem alles an der Menschheit liegt. Ein Ork würde dagegen die Gestalt eines gewaltigen Kriegsfürsten sehen, der jeden Ork wie einen Kameraden und Gevattern empfängt und Wut gegen die Feinde der Orkheit schürt.
Besondere Kräfte lassen sich aus ihren Eigenschaften herleiten - als Gott der feinen Künste, der Philosophie und der Handwerks hat er beispielsweise die Fähigkeit, Inspiration, Erleuchtung und Phasen der Extase zu bringen. Er kann Stärke und Durchhaltevermögen im Kampf verleihen und Strategen zu dem überragenden Plänen verhelfen - wenn er denn in entsprechenden Kämpfen oder Kriegen einen Sinn darin erkennt, einen Teil seiner Kraft an Lebensformen zu verleihen, da er so selbst angreifbarer für den Dunklen Gott wäre.

Der Dunkle Gott:
Da er im Besitz der folgenden Artefakte ist (Standorte und Rassen halte ich noch geheim):
- Genügsamkeit, Härte und Schwerstleistung
- Hoffnung, Unnnachgiebigkeit und Tausendsassarei
- Geist, Spiritualität und (Meta)physik
- Neugier, Mut und Entdeckung
- Einfluss, Durchsetzung und Schlichtung
- Reaktion, Innovation und Vorbereitung (sein Ausgangsartefakt)
hat er definitiv auch eine Menge an Eigenschaften, mit denen er die Fähigkeiten des Gütigen Vaters kontern kann. Doch Reaktion, Innovation und Vorbereitungen sind die Eigenschaften, die ihm die größte Kraft geben - Kontroverses ausprobieren, sich die Strategien des Gütigen Vaters erdenken und Vorbereitungen auf alles zu treffen; im richtigen Moment zu reagieren und Schwachpunkte stark auszunutzen. Dass viele seiner Diener schwache Willen haben oder einfach verdummen (der schwachsinnige Prediger in Königsberg), ist dabei ein Weg, loyale Handlanger zu besitzen, welche kaum Motivation haben, sich dem Gütigen Vater anzuschließen. Das Darbringen von Menschenopfern und generell Anwendung des Makaberen ist zum Beispiel eine Methode, Furcht und Abscheu zu schüren - Emotionen, die in jetzigen Maßen ein Chaos in die Welt setzen, das den Gütigen Vater durcheinanderzubringen wagt.
Als Gott, der das Makabere liebt, hat er auch Grundrassen der Artefakte verunglimpft - aus Trollen wurden Großgestalten wie Minotauren, aus Kobolden wurden Imps - und sie damit seinem Stil und auch seinen Bedingungen angepasst: Ein Mensch fürchtet sich vor einem kleinen Kobold weniger als vor einem höllischen, aggressiven Imp. Gestaltwandler und Dämonen mit Bestandteilen verschiedener Rassen verunsichern, was taktische Vorteile bringt.

Halbgötter:
Halbgötter und gottähnliche Kreaturen wären Lebewesen, die in Berührung mit göttlichen Energien kamen - mit Artefakten. Auf diese Weise ist auch Malthur entstanden - ein Säugling, den Schergen des Dunklen Gottes zum Grundartefakt des Dunklen Gottes brachten und ihn dadurch "vergöttisierten". Dass solche Phänomene und Aktionen schon häufig passierten, ist ein Fakt. Doch solche Halbgötter laufen großer Gefahr, von anderen Göttern beeinflusst zu werden bzw. sich von den schlechten Seiten ihrer Götter zu distanzieren - das passierte ja auch mit Malthur, der damit zu einer gewaltigen Gefahr für den Dunklen Gott wurde. Daher versuchen beide Götter, zu vermeiden, solche enorme Macht an Lebensformen gelangen zu lassen - auch wenn es hin und wieder Sterbliche gibt, die sich als auserkoren ansehen und durch Intrigie in Kontakt mit einem Artefakt kommen...


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RE: |[DISKUSSION ]| Die Religionen der Welt

#15 von relxi , 23.06.2015 14:34

Zwecks Logik habe ich die Beschreibung des Gütigen Vaters ein wenig angepasst, da sie mir vorher nicht richtig genug erschien:

Anhand der Artefakte, die er für sich beansprucht, schlussfolgern Gelehrte sein richtiges Aussehen als überwiegend engelgleich, doch mit Merkmalen der früheren Artefaktbesitzer vor - oftmals mit orkische Hufen, elfische Ohren, gar zwergische Körperbehaarung, menschlicher Größe und die silbergrauer Haut der "Silbrigen" (eine untergrundlebige, eher unbekannte Rasse), und Muskulösität von mehreren Rassen. Doch in dieser Gestalt hat ihn noch keiner gesehen - da er einen möglichst guten Eindruck bei möglichst vielen Rassen hinterlassen möchte, erscheint er anderen in einer Gestalt, in der sie sich ihn - oft unbewusst - wünschen. Ein Mensch würde keinen Gott mit Orkhufen wollen, so wird sich einem Kleriker also ein Gütiger Vater in starker, behütender Gestalt eines kräftigen Mannes zeigen, dem alles an der Menschheit liegt. Ein Ork würde dagegen die Gestalt eines gewaltigen Kriegsfürsten sehen, der jeden Ork wie einen Kameraden und Gevattern empfängt und Wut gegen die Feinde der Orkheit schürt.


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